Haibach - Frisches Trinkwasser auf Knopfdruck
Erstelldatum15.07.2026
Haibach - Frisches Trinkwasser auf Knopfdruck
Rathaus-Trinkwasserbrunnen geht in Betrieb
Mit der am 12. Januar 2023 in Kraft getretenen Änderung des Wasserhaushaltsgesetzes hat die Bundesregierung einzelne Vorschriften der sogenannten EU-Trinkwasser-Richtlinie umgesetzt. Unter anderem soll demnach allen Bürgerinnen und Bürgern im öffentlichen Raum der Zugang zu qualitativ hochwertigem Trinkwasser ermöglicht werden.
Die Bereitstellung von Leitungswasser durch Trinkwasserbrunnen an öffentlichen Orten gehört damit auch zur Aufgabe der Daseinsvorsorge. Sofern technisch machbar und es dem lokalen Bedarf entspricht, sollen Kommunen Trinkwasserbrunnen aufstellen, beispielsweise in Parks, Fußgängerzonen und in Einkaufspassagen.
Die Kostenermittlung für den Trinkbrunnen beläuft sich auf rund 18.700 EUR.
Die Sparkasse Aschaffenburg Miltenberg hat mit einer Spende in Höhe von 1.263 EUR den Bau des Trinkbrunnens unterstützt.
Das Bayerische Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz hat eine Zuwendung bis maximal 10.000 EUR in Aussicht gestellt.
In den letzten Tagen wurde der Trinkbrunnen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des gemeindlichen Bauhofs in der Rathausstraße, im Grünbereich zwischen Rathaus und rückwärtigem Parkplatz, aufgestellt. Zusätzlich wurde diese Grünanlage mit einer kleinen Sitzecke aufgewertet.
Weil sich die kleine Anlage, sozusagen, im Historischen Ortskern von Haibach befindet, hatte der Bauhof die Idee, den Boden um den Trinkbrunnen mit alten Pflastersteinen zu gestalten. Die verwendeten Steine sind in mehrerlei Hinsicht bemerkenswert. Erstens handelt es sich bei dem Material um echten Haibacher Gneis, den sogenannten Haibacher Blauen oder Haibacher Grauen. Zweitens waren genau diese Steine bis vor zwei Jahren in einer der alten Zuwegungen des Schlosses Johannisburg in Aschaffenburg als sog. Straßenpackung verbaut. Der Bauhof der Gemeinde Haibach hatte damals von einem aufmerksamen Facharbeiter des dort tätigen Gartenbauunternehmens einen Anruf bekommen: »Wir haben hier alten Haibacher Gneis! Der wird weggeworfen! Wollt ihr was davon haben!« Der Baufhofleiter der Gemeinde Haibach, Franz Staab, hatte sofort zugesagt und eine Fuhre abgeholt. Die sehr unregelmäßigen Steine mit jeweils einer von jahrhundertelanger Nutzung glattgeschliffenen Oberfläche, haben jetzt um den Haibacher Trinkbrunnen neues Leben eingehaucht bekommen. »Solches Material kann man nicht kaufen, das ist etwas ganz Besonderes“, sagt Franz Staab.«
Die aufgrund der Trinkwasserverordnung vorgeschriebenen Untersuchungen wurden zwischenzeitlich erfolgreich abgeschlossen; somit steht das hochwertige Leitungswasser allen Bürgerinnen und Bürgern ab sofort kostenlos zur Verfügung.
Hinweis: In den nächsten Tagen wird die Anlage noch mit einem Hinweisschild ergänzt.
Gemeinde Haibach, 08. Juli 2026, sa.
