Schöffen gesucht

In diesem Jahr findet für die Geschäftsjahre 2019 - 2023 wieder die Wahl der Schöffenstatt. Zurzeit werden daher in allen Gemeinden Vorschlagslisten erarbeitet, aus denen dann durch einen beim jeweils zuständigen Amtsgericht gebildeten Schöffenwahlausschuss eine Auswahl erfolgen wird.

Schöffen sind ehrenamtliche Richter am Amtsgericht und bei den Strafkammern des Landgerichts und stehen grundsätzlich gleichberechtigt neben den Berufsrichtern. Das verantwortungsvolle Amt eines Schöffen verlangt in hohem Maße Unparteilichkeit, Selbstständigkeit und Reife des Urteils, aber auch geistige Beweglichkeit und – wegen des anstrengenden Sitzungsdienstes – körperliche Eignung. Es kann nur von Bürgerinnen und Bürgern mit der deutschen Staatsangehörigkeit ausgeübt werden.

Sie haben nun die Möglichkeit, sich selbst für das Amt des Schöffen zu bewerben oder andere geeignete Personen vorzuschlagen. Sie können Ihre Vorschläge bis zum 09.04.2018 schriftlich an uns richten oder bei folgender Stelle persönlich abgeben: Gemeinde Haibach, Frau Blatt, Hauptstraße 6, 63808 Haibach, Zimmer 24/2. Stock, Tel.: 06021/64853. Bitte füllen Sie dazu nebenstehenden Bewerbungsbogen aus.

Haibach, 8. Februar 2018
Andreas Zenglein, Bürgermeister


Hintergrund

Schöffen sind ehrenamtliche Richter am Amtsgericht und bei den Strafkammern des Landgerichts. . 

Im ersten Halbjahr 2018 sind bundesweit die Schöffen für die Amtszeit von 2019 bis 2023 zu wählen.
Die Gemeinde Haibach erstellt dazu eine Vorschlagsliste für das Amtsgericht Aschaffenburg, mit elf zum Schöffenamt geeigneten Personen.

Die Wahl der Schöffen erfolgt nicht durch die Gemeinde Haibach, sondern durch einen Wahlausschuss beim Amtsgericht. Über die Gemeinde Haibach können sich nur Personen bewerben, die ihren Wohnsitz in Haibach haben. Bürgerinnen und Bürger anderer Gemeinden richten sich bitte an die jeweilige Gemeindeverwaltung.

Gesucht werden Bewerber/innen, die in der Gemeinde wohnen und zwischen 25 und 69 Jahre alt sind. Wählbar sind nur deutsche Staatsangehörige. Wer zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt wurde oder gegen wen ein Ermittlungsverfahren wegen einer schweren Straftat schwebt, die zum Verlust der Übernahme von Ehrenämtern führen kann, ist von der Wahl ausgeschlossen. Auch hauptamtlich in oder für die Justiz Tätige (Richter, Polizeibeamte, Bewährungshelfer usw.) und Religionsdiener sollen nicht zu Schöffen gewählt werden.

Neben diesen formalen Kriterien sollen die Bewerber aber vor allem bestimmte Grundfähigkeiten mitbringen, die notwendig dazu gehören, wenn man über andere Mensachen qualifiziert urteilen soll. Das verantwortungsvolle Amt eines Schöffen verlangt in hohem Maße Unparteilichkeit, Selbstständigkeit und Reife des Urteils, aber auch geistige Beweglichkeit und - wegen des anstrengenden Sitzungsdienstes - körperliche Eignung.

Schöffen sollten sich in verschiedene soziale Milieus hineindenken und das Handeln eines Menschen in seinem sozialen Umfeld beurteilen können.
Sie brauchen einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und müssen Objektivität und Unvoreingenommenheit auch dann bewahren können, wenn der Prozess in schwierige Situationen kommt, z.B. wenn ein Verteidiger eine sog. Konfliktverteidigung praktiziert, der Angeklagte auf Grund seines Aussehens oder Verhaltens oder wegen der vorgeworfenen Tat dem Schöffen zutiefst unsympathisch ist oder die veröffentlichte Meinung in den Medien bereits eine Vorverurteilung ausgesprochen hat.

Dazu bedarf es ebenso der Standfestigkeit wie der Flexibilität im Vertreten der eigenen Meinung. In der Beratung mit den Berufsrichtern müssen Schöffen den von ihnen gefundenen Urteilsvorschlag standhaft vertreten können und sich von besseren Argumenten überzeugen lassen, ohne opportunistisch zu sein. Den Schöffen steht in der Hauptverhandlung das Fragerecht zu. Sie müssen in der Lage sein, sich entsprechend verständlich zu machen, auf den Angeklagten und andere Prozessbeteiligte eingehen zu können und an der Beratung argumentativ teilzunehmen. Ihnen wird daher Kommunikations- und Dialogfähigkeit abverlangt.
 

 


Ihr Ansprechpartner

für alle Fragen rund um die Schöffenwahl:

Christin Blatt
Hauptstraße 6, 63808 Haibach
Rathaus, Zimmer-Nr. 24
Telefon: 0 60 21 - 648 53
Mail: christin.blatt@haibach.de


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