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Freitag, 10. Februar 2012
Sport verbindet über alle Grenzen hinweg!
 
Diese Feststellung fand in der letzten Woche einmal mehr ihre Bestätigung bezogen auf unsere Städtepartnerschaft mit Marck.
Gleich zwei sportliche Begegnungen standen an. Zum einen fuhren zwei Damen und sieben Herren der Ausdauersportabteilung des TV Haibach in vier Tagen die knapp 800 km Strecke mit dem Rennrad nach Frankreich.
Am Samstag bog die Gruppe begleitet von zehn Kollegen des Radsportvereins Marck um 15.30 Uhr ins Stadion in Marck ein. Dort spielte unsere Alemannia bereits gegen den AS Marck. Doch der Reihe nach:
 
 
Radfahren
 
Am Mittwoch, 02.06., pünktlich um 7.00 Uhr, startete unter Anwesenheit der lokalen Medien das Team am Haibacher Rathaus in Richtung Darmstadt. Der Wettergott hatte ein Einsehen, denn der große Regen hörte um 6.00 Uhr morgens auf und war für die restlichen vier Tage abgestellt. Das Wetter meinte es also gut mit dem Team. Der erste Tag verlief wenig spektakulär (nur ein Plattfuß), die Truppe fand schnell ihren Rhythmus und der „Haibacher Radkreisel“ rollte wie am Schnürchen. Die Streckenführung war optimal gewählt, das Höhenprofil erträglich und das Tempo nicht zu schnell (manchmal). Nach etwas mehr als acht Stunden reiner Fahrzeit und 212 km erreichten wir Bernkastel-Kues, wo wir in einem schönen Hotel übernachteten.
 
Am nächsten Morgen passten wir um 9.00 Uhr die Gesäße wieder an die Sättel an und starteten in Richtung belgische Ardennen. Davor mussten aber noch viele Anstiege erklommen werden, denn die Weinberge der Mosel, der Hunsrück, die Eifel und die Ardennen stellten sich uns in den Weg. Die nur 170 km lange Radstrecke durch drei Länder (Deutschland, Luxemburg, Belgien) beinhaltete aber ca. 3000 Höhenmeter, so dass La Roche en Ardenne, dem Übernachtungsort, ab dem Nachmittag herbeigesehnt wurde, denn die Sonne am stahlblauen Himmel tat ihr Übriges. Kurz vor dem Ziel liegt der Ort Nadrin. Dort ist Pfarrer Eusebius (Vertretung bei uns im August 2009) tätig. Er staunte nicht schlecht als wir gegen 18.00 Uhr bei ihm im Pfarrhaus klingelten. Natürlich trafen wir uns am Abend mit ihm zum Abendessen und hatten trotz des anstrengenden Tages noch viel Spaß beim belgischen Bier (Eusebius lässt alle Haibacher, besonders „seine“ Alemannia – die Trikots werden voller Stolz in seiner Heimat getragen – herzlich grüßen).
 
Am dritten Tag verließen wir die Ardennen, das Profil wurde flacher, dafür der Gegenwind stärker. Valenciennes war der Zielort. Um den zu erreichen, wurde bei 25 – 28° im Schatten viel Schweiß vergossen, aber genau so viel an Flüssigkeit wieder getrunken. Überhaupt war die Verpflegung (zwei Pausen pro Etappe) durch Barbara Hofmann und Michael Müller im Begleitfahrzeug vom Feinsten. Die Truppe musste eigentlich nur Rad fahren! An diesem Tag waren es am Ende 205 km. Am Abend hatten wir in der lauen Sommernacht auf dem sehr schönen Stadtplatz erneut eine tolle Stimmung. Essen und Bier schmeckten wieder.
 
Am nächsten Morgen trafen wir uns um 8.00 Uhr mit zehn Freunden des Radsportclubs Marck, die es sich nicht nehmen ließen, uns auf der letzten Etappe zu begleiten und uns nach Marck zu führen. Dies erfolgte allerdings erst auf den letzten 50 km, denn vorher kannten wir uns auf den Straßenkarten besser aus bzw. Manuela Schwind hatte die gesamte Strecke mustergültig ausgearbeitet und führte uns in Richtung Ziel. Schnell schlossen wir auf dem Rad Bekanntschaft ja Freundschaft, denn „Sport verbindet“. Als 19-köpfige Gruppe fährt es sich leichter und „schneller“ und unsere bisherige Durchschnittsgeschwindigkeit von 25 km/h schraubte sich auf ca. 28 km/h hoch. Wir wollten ja zum Anpfiff, der auf 15.00 Uhr vorverlegt wurde, im Stadion sein. Beinahe hätte es geklappt, aber bei unserer Ankunft stand es ja noch 0:0, also nichts verpasst. Mit einem großen Hallo fuhren wir im Stadion in der Halbzeitpause eine Ehrenrunde und genossen den Applaus. Zum Schluss standen noch einmal 173 km auf dem Tacho, allerdings nur 6 Stunden 15 Minuten Fahrzeit, also …
 
Es war trotz aller Anstrengung ein tolles Erlebnis. Wir haben in Marck neue Freunde gefunden und alte Bekanntschaften vertieft. Die Planungen für 2015 (5-Jahres-Rhythmus) laufen schon. Zuvor wollen uns die „Marcker Radfahrer“ wahrscheinlich im nächsten Jahr einen Gegenbesuch mit dem Rad abstatten und haben uns gebeten, sie ebenfalls ein Stück zu begleiten. Natürlich holen wir sie ab – einstimmiges Ergebnis „direkt in Marck“!
 
Vielen Dank der Supertruppe: Manuela Schwind, Ulrike Schwind, Markus Hofmann, Matthias Kunkel, Willi Melcher, Jochen Orth, Jürgen Schäfer, Jürgen Schubert und dem „rastlosen Antreiber“ Bürgermeister Andreas Zenglein
 
Fußball
 
Vorweg das Ergebnis – wir haben knapp mit 1:0 verloren (der Spielbericht folgt in den Vereinsnachrichten).
 
Wichtig war und ist allerdings nicht das Ergebnis, sondern dass auch wieder einmal ein Austausch im Fußball stattgefunden hat. Unsere Truppe hat sich sehr gut präsentiert und nicht nur dem Verein sondern auch der Gemeinde alle Ehre gemacht. Das Team aus Spielern der ersten und zweiten sowie der Jugendmannschaft musste gegen Ende den hohen Temperaturen Tribut zollen. Die lange Anreise, oder war es doch die recht kurze Nacht vorm Spiel, lähmten die Kräfte. Maßgabe war aber vor allem das Zusammenkommen und Kennenlernen der Spieler und Funktionäre des AS Marck und uns. Die wurde erfüllt. Auch hier wurde für das Sommerfest 2011 in Haibach schon das Rückspiel ausgemacht. Eine inoffizielle Einladung erfolgte auf jeden Fall und eine vorläufige Zusage gab es auch. Im Übrigen gingen wir beim gemeinsamen Grillabend und gemütlichen Beisammensein im Anschluss an das Spiel im eigens aufgestellten Festzelt als eindeutige Sieger in nahezu allen Belangen hervor. Details hierzu müssen erfragt werden.
 
Auch dem SV Alemannia und vor allem den treuen Fans, welche die Fahrt mitmachten, sei herzlich gedankt. Die einhellige Meinung aller war, nicht zum letzten Mal in Marck gewesen zu sein.
 
Lang lebe unsere Partnerschaft!
 
Schüleraustausch Haibach - Marck / Teil 1

Auch in diesem Jahr fuhr vom 19. - 24. April 2010 wieder eine Schülergruppe der 7./ 8. Klassen unserer Hauptschule mit ihren Lehrerinnen Frau Heuberger und Frau Lenzen zum Schüleraustausch in unsere Partnergemeinde Marck. Die Schüler/Innen erwarteten freundliche französische Austauschfamilien, Schulbesuche des Collège Boris Vian und interessante Ausflüge. Der Höhepunkt war eine Fahrt mit der Fähre über den Ärmelkanal nach England und der Besuch von Canterbury.  Die französischen Austauschschüler sind vom 10.-15. Mai in Haibach und werden schon sehnlich von den Haibacher Schülern erwartet.

Foto: Die deutsch-französische Gruppe mit dem Marcker Bürgermeister Serge Peron.
 
Schüleraustausch Haibach – Marck/Teil 2

Von 10. bis 15. Mai 2010 fand der Gegenbesuch der Schüler des Collège Boris Vian unserer Partnergemeinde Marck bei ihren Austauschpartnern der 7. und 8. Klassen unserer Hauptschule statt. Neben Unterrichtsbesuchen standen am Dienstag die Erkundung von Aschaffenburg und am Mittwoch Würzburg (Feste Marienberg und Weltkulturerbe Residenz) mit Führungen auf dem Programm. Den Tag "Christi Himmelfahrt" verbrachten unsere französischen Gäste bei ihren Gastfamilien. Am Freitag schärfte die Gruppe mit ihren Lehrerinnen M.Bourgeois, M.Assal, Frau Heuberger und Frau Lenzen im Schloss Freudenberg bei Wiesbaden ihre Sinne und entdeckte Interessantes rund um unsere Wahrnehmung. Beim tränenreichen Abschied am Samstagmorgen wurden viele weitere Besuche unter den Austauschpartnern vereinbart.

 
Bild: Die deutsch-französische Gruppe vor dem Schloss Freudenberg