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Gemeinde Haibach
Hauptstr. 6
63808 Haibach


Öko-Tipp der Woche 51 – 2017
Erstellt von Christin Blatt

Neujahr ohne Böllerei

In Deutschland ist es inzwischen Tradition geworden, das neue Jahr mit einem großen, bunten und vor allem lauten Feuerwerk zu begrüßen.
Der Lärm gehört dazu, ist aber ein großes Problem vor allem für das Gehör von Tieren. Bei unseren Haustieren fällt das noch auf, aber auch die vielen (für die meisten Menschen) unsichtbaren Wildtiere leiden unter dem Getöse.
Da viele Tiere ein wesentlich empfindlicheres Gehör haben als der Mensch, sind sie vom Neujahrslärm besonders betroffen. Starke Detonationen können ihren Orientierungssinn beeinträchtigen oder sogar Schockzustände auslösen.
Auch wird die Umwelt zu Silvester immens belastet: zum einen durch den zurückbleibenden Müll und zum anderen wegen des Rauchs, mit dem Böller und Feuerwerksraketen die Luft belasten. Zwischen 100 und 200 Millionen Euro jagen die Deutschen zum Jahreswechsel in die Luft. Dabei wird rund 15 % der jährlich im Straßenverkehr abgegebenen Feinstaubmenge freigesetzt. Die Wirkungen des Feinstaub reichen von vorübergehenden Beeinträchtigungen der Atemwege über einen erhöhten Medikamentenbedarf bei Asthmatikern bis zu Atemwegserkrankungen und Herz-Kreislauf-Problemen. Zudem landen jedes Jahr Menschen mit Verletzungen durch Feuerwerkskörper in der Notaufnahme – mit Verbrennungen oder Augenverletzungen bis hin zu dauerhaften Hörschäden.
Der Qualm enthält neben Feinstaub meist gesundheitsschädigende Stoffe wie Schwermetalle, die sogar Krebs auslösen können. Auch Wunderkerzen enthalten solche schädlichen Stoffe.
Der zurückgebliebene Müll enthält neben Papier, Pappe und Kunststoff auch diverse Chemikalien, die mit dem Schmelz- oder Regenwasser fortgespült werden und Boden und Grundwasser verschmutzen.
Rund die Hälfte der Feuerwerkskörper wird aus China importiert und unter schlechten gesundheitlichen Bedingungen hergestellt. Dazu kommt ein langer Transportweg.
Ruhiges Silvester
BUND Naturschutz (BN) empfiehlt deshalb: Auf Böller, Wunderkerzen und auch auf Bleigießen kann verzichtet werden. Das schützt die eigene und die Gesundheit anderer und die Umwelt – und spart dazu auch noch viel Geld. Der BN rät stattdessen zu einer Spende für bedürftige Mitmenschen oder für die bedrohte Natur. Dies ist sinnvoller, nachhaltiger und umweltfreundlicher als ein schnell vergängliches Feuerwerk. Und statt Bleigießen tut es auch die Zukunftsdeutung mit Hilfe von biologisch angebautem Bienenwachs oder Kaffeesatz.

 

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