Haibach ist Notinsel-Standort

Als erster Standort in Bayern startete zum Schuljahresbeginn 2007/2008 der Landkreis Aschaffenburg das Projekt Notinsel der Stiftung Hänsel + Gretel. Inzwischen gibt es in mehr als 20 Gemeinden im Landkreis Aschaffenburg etwa 400 Notinseln und die Anzahl wächst.

Die unterstützenden Geschäfte und Partner kennzeichnen sich  an ihrer Tür mit einem „Notinsel-Aufkleber“ und entsprechenden Plakaten als Notinsel. Damit signalisieren sie Kindern ihre HiIfsbereitschaft und verpflichten sich selbst zum Hinsehen und Handeln in Notsituationen, so dass Kinder unmittelbar Hilfe erfahren und geschützt werden.  Die Notinsel schafft für Kinder, die sich bedroht fühlen und die Hilfe benötigen, einen Zufluchtsort, an dem ihnen geholfen wird. Auch die kleinen "Wehwehchen" werden bei den Notinsel-Partnern ernst genommen.

Seit Juni 2008 ist die Gemeinde Haibach Partner dieser Aktion und es haben bereits sechzehn Haibacher Geschäfte ihre Teilnahme zugesichert. Wollen auch Sie sich an dem Projekt beteiligen? Gerne informiert Sie Frau Hofmann, Rathaus/Zimmer 24, Tel.: 06021/648 53, über diese Aktion.


Warum braucht eine Region wie der Landkreis Aschaffenburg Notinseln?

Als schwächste Mitglieder der Gesellschaft brauchen Kinder in Angst Schutz. Alle Geschäfte mit dem Notinsel-Zeichen an der Tür bieten Kindern Zuflucht. Darüber hinaus hat die Notinsel auch eine wichtige Präventivfunktion. Lehrer, Erzieher und Eltern sollen ebenfalls motiviert werden, mit den Kindern über mögliche Gefahren zu sprechen und ihre Kinder vorzubereiten.
Kinder sind heute in ihrem Alltag vielen kleinen und großen Gefahren schutzlos ausgeliefert. Ob auf dem Weg zur Schule oder zum Kindergarten, ob auf dem Pausenhof oder dem Spielplatz: Gewalt – ob durch Mitschüler, Diebe oder gar Pädokriminelle – kommt auch im ländlichen Raum vor, wenn auch nicht alltäglich.
Bei Gewalt von großen an kleinen Kindern, bei ausländerfeindlich motivierter Gewalt gegen Kinder, bei der Diskriminierung von Schwächeren und bei körperlicher Gewalt setzt die Notinsel ein Gegengewicht. Dabei geht es nicht darum, jedes langsam fahrende Fahrzeug als Gefahrenquelle zu denunzieren oder Kindern eine bislang nicht existente Angst einzureden. Im Gegenteil – Notinsel will die Sinne aller Mitglieder der Gesellschaft für die Bedürfnisse ihrer schutzbedürftigsten Teile schärfen und dazu einladen, die Welt aus Kinderaugen zu betrachten.

Durch dieses Projekt wird ein Netzwerk von Einzelhandelsgeschäften wie Bäcker, Metzger, Friseure, Banken usw. aufgebaut, die Kindern in Gefahrensituationen (z.B. bei Mobbing von kleineren Kindern durch größere oder bei ausländerfeindlich motivierter Gewalt), aber auch bei kleineren Nöten und Wehwehchen als erste Anlaufstelle und als Schutzraum dienen.
Alle Mitarbeiter erhalten eine Handlungsanweisung, die genau beschreibt, was im Ernstfall zu tun ist. Dabei sollen die Geschäfte keinesfalls psychologische Beratung leisten, sondern "nur" eine Hilfskette in Gang setzen, die die Benachrichtigung der Eltern oder des Amtes für Kinder, Jugend und Familie beinhaltet.

Wir rufen alle interessierten Geschäfte und Dienstleister auf, sich bei der Gemeinde Haibach zu melden. Im Sinne eines solidarischen Miteinanders können wir auf diese Weise alle einen Beitrag für die Bedürfnisse von Kindern in unserer Gesellschaft leisten.

Weitere Informationen:
Amt für Kinder, Jugend und Familie
im Landkreis Aschaffenburg
Tel.: 06021/394388


Kindernotinsel-Standorte in Haibach

Folgende Standorte sind Anlaufpunkte für Ihr Kind:


Kinder-Notinsel-Standorte auf einer größeren Karte anzeigen

 

 

Kontakt
Sekretariat
Rathaus/Zimmer 12
Tel.: 06021/ 648 22 oder 25
mail: gemeinde@haibach.de